Miscanthus stellt an seinen Standort vergleichbare Anforderungen wie Mais. Der leichte bis mittelschwere humose Boden sollte keine Staunässe ausweisen und vor der Pflanzung der Rhizome mit der Kreiselegge gut aufgelockert werden. Eine gute senkrechte Wasserführung ohne Sperrschichten ist notwendig um eine ausreichende Wasserversorgung – vor allem in der Anwachsphase – zu gewährleisten. Miscanthus benötigt etwa 700-800mm Niederschlag pro Jahr. Ist diese Menge nicht gegeben, kann zusätzliche Beregnung nötig sein.

Pflanztermin
Die Pflanzung der Rhizome sollte so schnell wie möglich nach dem letzten Spätfrost (ca. Mitte Mai) erfolgen, denn die Dauer der Vegetationsperiode hat maßgeblichen Einfluß auf die spätere Einlagerung von Reservestoffen und damit auf die Überwinterung der Pflanzen.

Pflanzendichte
Als optimale Bestandsdichte für Miscanthus Bestände hat sich ein Rhizom je m² erwiesen. Es ist jedoch auch möglich, die Pflanzdichte zu erhöhen, um Ausfälle im Anpflanzjahr zu kompensieren. Mechanisierungsbedingt können Reihenentfernungen von 75 bis 100 cm gewählt werden.Wir haben uns auf einen Reihenabstand von 79 cm entschieden und setzen somit 12.000 Rhizome auf 10.000 m²

Miscanthus – die absolute Nr. 1 beim Umweltschutz
2,23 kg Miscanthus-Häckselgut (oder Briketts/Pellets) ersetzen 1l leichtes  Heizöl  und verbrennen CO2- neutral. Dies ist deshalb besonders wichtig, da CO2 als einer der Hauptverursacher des Treibhauseffekts gilt. CO2- neutrales Heizen mit Miscanthus bedeutet, dass nur die Menge an CO2 freigegeben wird, die das Chinaschilf während seines Wachstums in der letzten Vegetationsperiode aufgenommen hat.

Nachwachsende Rohstoffe
Für Ihre Heizung mit Miscanthus-Häckselgut oder –Pellets muss kein Baum extra gefällt werden. Ihr gesamtes Heizmaterial ist in der letzten Vegetationsperiode auf speziell zu diesem Zweck gepflanzten, biologisch bewirtschafteten Beständen gewachsen.

Miscanthus – die bequeme (und billige) Wärmequelle der Zukunft
In den vergangenen zehn Jahren wurde die Technik des Heizens mit nachwachsenden Rohstoffen entscheidend verbessert. Heute bieten Industrie und Gewerbe Heizungen auf Basis nachwachsender Rohstoffe für alle Konsumentenwünsche an. Brennstoffe aus der Energiepflanze Miscanthus ist in großen Mengen vorhanden, erneuert sich stets im Kreislauf der Natur und verbrennt CO2–neutral. Heizungen auf Basis nachwachsender Rohstoffe stehen in punkto Komfort und Bedienungsfreundlichkeit den Heizungen mit fossilen Energieträgern um nichts nach.

Die erste Ernte findet von April bis Mai im 2. Jahr nach der Pflanzung statt. Die Nutzungsdauer einer Kultur kann danach bis zu 25 Jahre betragen.
Da die Blätter über den Winter abgefallen sind, werden nur die Halme gemäht. Entweder mit einem reihenlosen Maishäcksler lose auf einen Hänger, oder nach dem Mähen auf Schwade gelegt und mit einer Quaderballen-Presse gepresst oder direkt beim Häckseln in eine umgebaute Quaderballen Presse geben. Der Ertrag liegt etwa bei 17-25 to/ha Trockenmasse, in guten Lagen auch höher mit einer Restfeuchte von 15%.
Die Pflanze treibt nach der Ernte wieder aus und wächst über das ganze Jahr hinweg. Sie kann nach dem vierten Jahr (Pflanze ist im Wurzelstock ausgewachsen) jedes Jahr ca. 3-4 Meter erreichen, ja nach Lage.
Als Heizmaterial hat Miscanthus einen Brennwert ähnlich wie Holz nämlich 4,4 kWh/kg (Holz 4,9 kWh/kg), und könnte daher neben Holz und den bekannten Holzbrennstoffen (Holz-Pellets, -Briketts) einer der wichtigen Brennstoffe der Zukunft werden.

2,23 Kilo Miscanthus Trockenmasse ersetzen etwa 1 Liter leichtes Heizöl.
Mit dem Anbau von nur 1 Hektar Miscanthus könnten so ca. 6000-9000 Liter Heizöl eingespart werden!

Wenn die Preise für Öl und Gas weiter steigen sollten (wovon auszugehen ist), wird der Anbau von nachwachsenden Rohstoffen immer interessanter werden. Sie haben Interesse?

Pflanzung: